Dark Social Webseiten-Besucher

„Dark Social“-Traffic – direkter Traffic aus dem Nichts

Vielleicht ist Ihnen bei der Analyse der Webseitenstatistik Ihrer Seite aufgefallen, dass es einige direkte Besuche, deren Herkunft Sie nicht bestimmen können. „Direkte Besuche“ entstehen, wenn Nutzer einen Favoriten anklicken oder eine URL direkt in den Browser eingeben. Dies erscheint um so ungewöhnlicher, wenn es sich dabei um lange URLs handelt. Es scheint, als kommen die Besucher aus dem Dunklen Nichts des Internets. Daher auch der Begriff „Dark Social“, der nichts mit zwiespältigen Besuchern zu tun hat.

Links als persönliche Empfehlungen

Sicherlich bemühen Sie sich, in den Suchergebnissen bei Google und Co in die oberen Ränge zu gelangen. SEO ist enorm wichtig, um neue Nutzer und Kunden auf sich aufmerksam zu machen. Diese Maßnahme können Sie geschickt mit Social Media wie Facebook flankieren. Die meisten Nutzer folgen jedoch am ehsten persönlichen Empfehlungen aus dem Freundes- und Bekanntenkreis. Vermutlich haben auch Sie schon über Emails oder Chatprogramme wie Whatsapp und Facebook-Messenger Links erhalten. Diesen werden Sie vermutlich viel eher folgen, als wenn Sie einen Link in Facebook einer abonnierten Seite bekommen. Falls Sie diesen überhaupt in Ihrer Chronik sehen. Ebenso verhält es sich mit Suchergebnissen. Welcher der angezeigten Suchtreffer wirklich für Sie passend ist, kann Google nur erahnen. Ihre Bekannten wissen das sicher genauer, wenn Sie Ihnen einen Link zuschicken.

Genau dieser Besucherstrom erscheint in den Analysen als direkter Traffic – ohne einen sogenannten „Referrer“ (also eine Herzkunftsangabe) zu haben. Darin liegt aber auch genau die Schwierigkeit: „Dark Social“-Traffic lässt sich heute mit den gängigen Tools nicht direkt messen. Ein Anhaltspunkt für Sie ist, wenn Sie aus den externen Quellen, von denen Ihrer Besucher kommen, diejenigen heraussuchen, deren Ursprung nicht ersichtlich ist. Sind diese Besucher direkt auf Seiten gelandet, die lange URLs haben, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie eben zum Dark Social Traffic gehören.

Warum ist „Dark Social“-Traffic wichtig?

Wie wichtig gute Inhalte auf der Webseite sind, ist bekannt. Genau diese Inhalte werden dann auch gerne direkt über Chatprogramme oder Emails an Freunde geschickt und werden bestenfalls sogar viral – also ansteckend. Finden Sie also Dark Social Traffic auf Ihren Webseiten, dann haben diese Seiten besonders teilenswerten Inhalt. Diesen können Sie nun wiederum über Social Media wie Facebook teilen und eine noch bessere Reichweite erzeugen. Diese kommt Ihrer gesamten Webseite zugute und kann letztlich auch Ihr SEO-Ranking indirekt verbessern.

Ferner erfahren Sie dadurch, welche Inhalte (aktuell) besonders ankommen. Insbesondere können auf diese Weise ältere Beiträge eine Renaissance erfahren, die durch aktuellen Bezug, einem aktuellen Ereignis plötzlich erfolgreich werden.

Es zählt also der Wert Ihres Contents, die Leser-Relevanz, die auch ohne Ihre aktive Steuerung zu Traffic auf Ihre Webseite führt. „Content is king“ – achten Sie daher bei Ihren Texten auf aktuelle Themen, schlagkräftige Überschriften, gut leserlichen Text und ansprechende Bilder.

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